Weltfrauentag 2019

von Regina Seelos (Kommentare: 0)

Was bedeutet der Tag für mich?

Der 8. März ist Weltfrauentag!

Brauchen wir den noch? Gleichberechtigung haben wir eigentlich – aber wie so oft sind Recht haben und Recht bekommen zwei Paar Stiefel.

Bis wirklich Gleichstellung z. B. im Beruf erreicht ist, ist in vielen Bereichen immer noch ein langer Weg. Welcher Weg dorthin der richtige ist – z. B. Quote Ja/Nein – wissen wir nicht. Werden wir aber auch nicht herausfinden, wenn wir keinen gehen, um zu sehen, wohin er führt. Deshalb freue ich mich, dass jeden 8. März daran erinnert wird, dass noch viel zu tun bleibt. Und dass sehr viele Menschen im Großen wie im Kleinen daran arbeiten, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

Ich freue mich auch, in einem Beruf zu arbeiten, der zwar stark weiblich dominiert ist, aber trotzdem kein „typischer“ Frauenberuf mit den damit verbundenen Nachteilen ist. Beim Übersetzen und Dolmetschen herrscht meiner Meinung nach Chancengleichheit. Durch die Tatsache, dass ca. 80 % der KollegInnen freiberuflich tätig sind, „fehlen“ auch die Strukturen, die Frauen oft am Fortkommen hindern: etablierte Netzwerke, gläserne Decken, Übergehen bei Beförderungen, Nachteile durch Elternzeit, Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg oder reduzierter Arbeitszeit, usw. Familienphasen z.B. können in der Freiberuflichkeit sehr flexibel gehandhabt werden – der Arbeitsplatz bleibt immer erhalten. Klar hat die Freiberuflichkeit auch Nachteile gegenüber einer Vollversorgung im Angestelltenverhältnis - geschenkt wird da keinem was - aber diese sind nicht geschlechtsabhängig.

Ich wünsche deshalb allen Frauen einen schönen Weltfrauentag, der wieder ein Mosaiksteinchen dazu beitragen kann, dass die Welt für uns und für unsere Töchter langsam aber sicher immer gerechter wird!

#internationalwomensday
#internationalerfrauentag
#weltfrauentag

PS: Auf Twitter finden Sie mich unter @ReginaSeelos oder @SeelosSprachen.

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