Übersetzerin versus Fotomodell

von Regina Seelos

Oder ein kurzes Plädoyer für den schönen Beruf der ÜbersetzerIn

Ganz ehrlich: Übersetzerin zu sein ist wesentlich entspannter als Fotomodell – ganz egal, wie sehr die Deadline im Nacken sitzt oder wie verzwickt ein Text ist.

Erst vor Kurzem, als ich ein aktuelles Foto für die Website brauchte – das alte war bereits 5 Jahre alt – wurde mir wieder vor Augen geführt, wie schön doch meine Arbeit ist. Dieser eine Fototermin hat mich mehr gestresst als jede Übersetzung. Das dachte ich zwar vor 5 Jahren beim letzten Foto auch schon, aber jetzt wurde es mir wieder richtig bewusst. Models können gerne 10.000 Euro oder auch mehr für ein Shooting bekommen. Ich möchte definitiv nicht mit ihnen tauschen ;)

Aber manchmal muss man sich eben auch zu solch eher unangenehmen Aufgaben durchringen, weil es eben dazu gehört. Wie Buchhaltung oder Ablage.

Doch ich bin wirklich dankbar, dass ich das nicht jeden Tag machen muss. Lieber lerne ich jeden Tag etwas neues dazu, eigne mir beim Arbeiten an einer Übersetzung neues Wissen an, um einen Text wirklich zu verstehen, recherchiere und feile an Formulierungen oder straffe Sätze, um sie klarer und verständlicher zu machen. Das wird auch selten langweilig - gut Stücklisten oder Kataloge können sich schon auch mal ziehen. Aber in der Regel ist es immer interessant und kurzweilig.

So bin ich also weiter dankbar und wünsche allen einen schönen Sommer!

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